China
Im Januar 2004 erfolgte die Aufnahme des kommerziellen Betriebes der Transrapid-Verbindung in Shanghai. Im April 2004 erfolgte die endgültige Abnahme, das System wurde an den chinesischen Kunden übergeben.
Damit ist die Transrapid-Verbindung in Shanghai weltweit die erste kommerzielle Anwendung für Magnetschnellbahnsysteme.
Mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 430 km/h verbindet der Transrapid auf einem 30 Kilometer langen Doppelspur-Fahrweg die Long Yang Road Station in Shanghai mit dem Pudong International Airport. Die Fahrzeit beträgt knapp acht Minuten. Die Fahrzeug-Flotte besteht aus drei Transrapid-Zügen, mit jeweils fünf Sektionen. Bis Dezember 2009 sind über 23 Millionen Passagiere mitgeschwebt.
Auftraggeber des Projektes war die Shanghai Maglev Transportation Development Co. Ltd. (SMTDC). Die SMTDC war auch für den Bau des Fahrweges und der Stationen verantwortlich.
Das deutsche Industriekonsortium bestehend aus Siemens, ThyssenKrupp und Transrapid International hat das Betriebssystem, zu dem u. a. die Fahrzeuge, der Antrieb, die Energieversorgung sowie die Leit- und Systemtechnik gehören, geliefert. Der Auftrag für das Shanghai-Projekt war im Januar 2001 erteilt worden. Am 31. Dezember 2002 fand in Anwesenheit von Bundeskanzler Gerhard Schröder und des chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji die Jungfernfahrt statt.
Derzeit laufen konkrete Verhandlungen zwischen dem chinesischen Auftraggeber und der deutschen Systemindustrie über die Streckenverlängerung zunächst bis zum alten Flughafen in Shanghai, Hongqiao (34 km), und darüber hinaus in einer weiteren Phase bis zur Stadt Hangzhou. Das sind insgesamt ca. 200 km. Mit der Realisierung dieses Gesamtprojektes wäre auch das erste Transrapid-Langstreckenprojekt in China realisiert und damit eine weitere wichtige Voraussetzung und Referenz für internationale Anwendungen gegeben.